Es war einmal ein Kaiser, dem es besonders wichtig war, immer attraktiv und ordentlich auszusehen.
Eines Tages kamen zwei Betrüger getarnt als Schneider in die Stadt. Sie versprachen dem Kaiser ganz besondere Kleider. Menschen, die dumm oder nicht gut genug für ihr Amt seien, sollten diese Kleider nicht sehen können.
Der Kaiser wollte die Wirkung der Kleider testen. Er schickte einen ehrlichen Minister zu den Betrügern. Die Betrüger erzählten dem Minister, wie toll die Kleider schon seien. Sie zeigten in die Luft und erklärten die Muster auf dem Stoff. Der Minister konnte natürlich nichts sehen. Das behielt er aber für sich. Denn sonst wüssten ja alle, dass er dumm oder gar unehrlich wäre.
So trat der Kaiser mit seinen neuen Kleidern schließlich vor sein Volk. Alle wussten davon, wie besonders die Kleider waren. Deswegen traute sich niemand, zu sagen, dass sie die Kleider nicht sehen konnten.
Nur ein kleines Mädchen rief auf einmal: „Aber er hat ja gar nichts an!“
Da fingen auf einmal immer mehr an, sich zu wundern. Und bald stimmte das gesamte Volk mit ein.
Dem Kaiser ging ein Licht auf. Er erkannte, dass die Menschen Recht hatten. Trotzdem entschied er sich, den ganzen Festumzug lang durchzuhalten, auch ohne seine neuen Kleider!
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Menschenmasse | Verblendung | Ignoranz |Hörigkeit |Wahrheit |Lüge |des Kaisers neue Kleider | Hans Christian Andersen

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